Zielort 4 “Universität Lausanne“ Vertiefungsstudium Analyse politique de la gouvernance publique

Wie ich letzte Woche versprochen habe, geht es heute um die Vertiefungsrichtung Analyse politique de la gouvernance publique. Um euch einen Überblick über das von der Universität Lausanne angebotene Programm zu geben habe ich Jasmin Aregger getroffen. Jasmin ist die einzige Kollegin aus dem Grundstudium in Bern, die diese Vertiefung gewählt hat. Das Interview habe ich während der Zugfahrt nach Lausanne geführt und Jasmin war gespannt auf meine Fragen.

Als erstes fragte ich sie nach den Gründen für ihre Ortswahl.

Ein Vertiefungsstudium im Tessin kam für mich nie in Frage, weil es einfach zu weit weg ist. Ich wohne in Fribourg mit meinem Freund und arbeite in Bern. Mein Lebensmittelpunkt ist hier. Da kann ich nicht einfach für ein halbes Jahr weg. Grundsätzlich finde ich es aber gut, dass das PMP Studium einen grossen Wert auf Austauscherfahrungen legt.

Als nun geklärt war, weshalb ihre Wahl auf Lausanne gefallen war, galt meine zweite Frage den Gründen für die Wahl des Vertiefungsstudiums Analyse politique de la gouvernance publique.

Es war „Liebe auf den zweiten Blick“. Nein im Ernst, ich habe das Ausschlussverfahren angewendet. Die Vertiefungen in Recht sowie Public Finance and Economics interessierten mich von Anfang an eher weniger. Dann wollte ich lange die Vertiefung Gestion et Evaluation machen (sie wurde letzte Woche an dieser Stelle präsentiert). Bei dieser Vertiefung störte mich jedoch, dass mir einige der Fächer doch sehr bekannt vorkamen noch vom ersten Jahr. Wiederholungen wollte ich aber so gut wie möglich vermeiden. Man hat ja nur 30 ECTS zur Verfügung!

In Analyse politique de la gouvernance publique hörten sich die Pflichtvorlesungen im Beschrieb sehr vielversprechend an. Jetzt kombiniere ich diese Vorlesungen mit Vorlesung aus Gestion et Evaluation, wo ich beinahe alle meine cours à option absolviere (12 Ects).

Bereits aus dem Interview von letzter Woche wurde ersichtlich, dass sich die Organisation und Art und Weise der Vorlesungen in Lausanne in einigem von Bern unterscheiden. Ich wollte von Jasmin wissen, ob dieser Unterscheid auch in ihrer Vertiefung bestehe.

In Analyse politique de la gouvernance publique sind die obligatorischen Kurse auf zwei Semester verteilt. Insgesamt sind drei Vorlesungen à sechs ECTS obligatorisch. Eine Veranstaltung im Herbstsemester, eine im Frühlingssemester und eine ganzjährige Vorlesung. Die Vorlesungen finden in verschiedenen Gebäuden der Uni Lausanne statt (Amphimax und Géopolis). Die MitstudentInnen sind hauptsächlich PolitikwissenschaftlerInnen. Ich war erstaunt, als ich erfuhr, dass neben mir nur zwei weitere Studentinnen vom Master PMP sich für diese Vertiefung entschieden hatten!

Ein grosser Unterschied zum ersten Jahr in Bern sind die vielen schriftlichen Arbeiten und Vorträge. In Bern bildeten diese die Ausnahme.

Die Gebäude sind eher modern. Hier das neue Géopolis

Die Gebäude sind eher modern. Hier das neue Géopolis

Wenn ich meine Vorlesungen an der Uni Lausanne mit jenen am IDHEAP vergleiche, ist wohl der grösste Unterschied, dass in Analyse politique de la gouvernance publique die 18 ECTS auf nur drei Vorlesungen verteilt sind. Man beschäftigt sich länger und vertiefter mit einem Thema. Forschung ist ein Schwerpunkt, zumindest in zwei der drei Fächer. (Das dritte hatte sie zum Zeitpunkt des Interviews noch nicht begonnen). Man verbringt viel Zeit damit, sich in die Literatur einzulesen und in „Sociologie des élités“ muss man selbst eine Forschungsarbeit schreiben, die über den Rahmen der üblichen kleineren Seminararbeiten hinausgeht.

Es ging weiter mit Fragen über die Mittagspause. Jasmin isst gern in der Mensa von Géopolis, und sie sagte dazu, dass das Essen selten wirklich gut sei. Sie ging weiter mit anderen Bemerkungen: Immerhin hat man eine grosse Auswahl. In Bern gab es einfach ein Fleisch- und ein Vegi-Menu. Hier hat man jeden Tag die Auswahl zwischen 4-5 verschiedenen Menus. Und das Personal ist sehr freundlich.

Die Mensa von Géopolis

Die Mensa von Géopolis

Meine Interviewpartnerin hat am Anfang erwähnt, dass sie zwischen Fribourg und Lausanne pendelt. Sie ist nicht die einzige, die sich für diese Option entschieden hat (einige pendeln von Bern).

Ich bat Jasmin, über ihre Erfahrungen als Pendlerin zu berichten: Ich pendle aktuell zwei Mal in der Woche nach Lausanne. Ich habe mir mein Studienplan so zusammengestellt, dass ich an möglichst wenigen Tagen pendeln muss. Das Pendeln empfinde ich nicht als mühsam. Ich bin es mir mehr als gewohnt! Im Zug kann ich frühstücken, die Pflichtliteratur für die Uni lesen, schlafen oder mit anderen Pendlerkollegen ein Schwätzchen halten. Schade ist, dass man im Herbstsemester meistens nicht so viel vom wunderschönen Seepanorama sieht, weil es so spät erst hell wird und so früh schon wieder dunkel.

Die negative Seite vom Pendeln ist aber vielleicht, dass man nur beschränkt von Lausanne profitieren kann. Ich bat Jasmin, mir genauer zu erklären, was sie damit meine:

Nicht in Lausanne wohnen kann schon ein Hindernis sein. In fast jeder Veranstaltung sind Gruppenarbeiten ein Thema und ich kann dann halt nicht „schnell“ für ein Treffen nach Lausanne kommen. Auch profitiert man sicher nicht im gleichen Masse vom Uni-Wechseln. Ich kann weder das Sportangebot der Uni nutzen, noch spontan auf ein Feierabendbier mit meinen MitstudentInnen mitkommen. Der sprachliche und kulturelle Austausch beschränkt sich auf ein Minimum.

Hier noch ein Foto vom Zug aus – das Pendlerdasein

Hier noch ein Foto vom Zug aus – das Pendlerdasein

Wie üblich schliesse ich das Interview mit Empfehlungen für zukünftige Studierende. Jasmin richtet gerade selbst direkt an euch:

Wenn ihr die Freiheit habt, dann sucht euch besser eine Wohnung bei eurem Studienort. Profitiert von der Möglichkeit, fremde Städte und fremde Leute kennenzulernen.

Ich verabschiedete mich von Jasmin, um in meine Vorlesung zu gehen, die in einem anderen Gebäude statt fand als die ihrige. Nicht aber bevor ich mich herzlich bedankt hatte für ihre Verfügbarkeit.

Nächste Woche werde ich wieder auf dem Campus der Universität Lausanne sein. Allerdings wieder am IDHEAP, wo ich Laura treffen werde. Sie wird mir helfen einen Überblick über die Vertiefung Finance and Economics geben. Adieu!

 

 

Zielort 3 “IDHEAP Lausanne“ Vertiefungsstudium Gestion et Evaluation

Nach einer spannenden Zeit an der USI Lugano habe ich mich von der italienischen Schweiz in die Romandie verlagert. Heute berichte ich vom IDHEAP in Lausanne.

Im Vergleich zu meinen vorherigen Reisen, ist die Zeit im Zug von Bern nach Lausanne ziemlich kurz: Nur ein bisschen mehr als eine Stunde. Dafür muss man von Bahnhof in Lausanne noch zwanzig Minuten mit der Metro m2 fahren, um den Universitätscampus zu erreichen.

In Lausanne sind vier Fachgebiete angeboten:

  • Gestion et Evaluation (IDHEAP);
  • Analyse politique de la gouvernance publique (Uni Lausanne);
  • Public Finance and Economics (IDHEAP);
  • Droit public (Uni Lausanne).

Um euch einen Überblick über die Vertiefung Gestion et Evaluation und relevante Informationen über das IDHEAP zu geben, traf ich anfangs November 2013 Maria. Ihre Präzision und Sorgfalt haben sich auch während des Interviews gezeigt, wie ihr hier lesen könnt.

Das IDHEAP befindet sich auf dem Campus der Universität Lausanne, im Quartier Mouline

Das IDHEAP befindet sich auf dem Campus der Universität Lausanne, im Quartier Mouline

Maria erklärte mir, dass sie Lausanne und die Vertiefung Gestion et Evaluation gewählt hat, weil es die einzige Vertiefungsrichtung ist, die ihre Erwartungen erfüllen kann:

  • in Lausanne kann ich meine Französischkenntnisse verbessern;
  • in Lausanne bleibe ich immerhin in der Nähe von Bern und Zürich, wo mein Umfeld (Familie/Freunde) ist;
  • vor einigen Monaten wusste ich noch nicht genau ob und wo ich ein Praktikum beginnen will. Von Lausanne aus ist man immer noch schnell in Bern, Neuchâtel oder Genf;
  • Gestion et Evaluation ist eine Vertiefung, in welcher alle Vorlesungen auf Französisch sind;
  • Das Themengebiet ist zwar spannend, aber es hat viele Wiederholungen und Wiederaufnahmen von Themen, die wir im ersten Jahr in Bern hatten. Ebenfalls hätten mich andere Themenrichtungen mehr interessiert, zum Beispiel das Fachgebiet Management in Bern, jedoch hätte ich dabei meine Sprachkenntnisse nicht gleich intensiv vertiefen können. Somit war Lausanne mit der Vertiefung Gestion et Evaluation die effizienteste Lösung von allen Möglichkeiten (bezogen auf Punkte wie: Administration, Problematik mit Sprach-und Mobilitätpunkten, Kennenlernen einer neuen Stadt und Vertiefung des Französisch, etc.). Des Weiteren kann ich in Lausanne alle Vorlesungen in einem einzigen Semester absolvieren.

Als ich sie fragte, ob sie mir ein paar Eigenschaften vom IDHEAP beschreiben könnte, welche sich von der Uni Bern differenzieren lassen, konnte ich sie kaum mehr stoppen. In der folgenden Aufzählung zitiere ich einige Elementen, die meines Erachtens am relevantesten sind:

  • Alle Vorlesungen finden an einem Ort (IDHEAP) statt, es ist familiärer und es gibt einen lockeren Umgang miteinander;
  • Die Vorlesungen sind en bloc, d.h. man hat an ca. zwei-drei Tagen Vorlesungen und zwei Tage „frei“ pro Woche;
  • Am IDHEAP sind die Vorlesungen weniger als Frontalunterricht abgehalten. Man bevorzugt das Mitmachen und die Diskussionen. Weiter wird viel mehr Platz für die Anwendung der Theorie gelassen;
  • Die Klassen sind kleiner, d.h. man kann mehr profitieren;
  • Das Sportangebot der Uni ist sehr gut und die Sportanlagen sind alle am gleichen Ort. Falls man aber „la musculation“ machen will, muss man einen Einführungskurs mit sehr vielen anderen Studierenden besuchen und danach in der Villa du Sport eine Bestätigung holen (Wartezeit zum Teil ca. 1h).

Es ging weiter mit allgemeinen Fragen über:

– die Mensa:

Das Essen in den Mensen ist etwas teurerer als in Bern. Aber man kriegt dafür mehr: Salat und Dessert sind inklusiv beim Tagesmenü. Die Qualität des Essens hängt vom Ort ab. In der Mensa im Géopolis und in der „Banane“ isst man gut, im Anthropole und im Internef isst man weniger gut. Dafür hat das IDHEAP eine vollständig ausgerüstete Küche, welche auch von den Studierenden benutzt werden kann. Ein selbstgekochtes Essen kann bequem in einer der 4 Mikrowellen aufgewärmt werden.
Für alle Kaffeeliebhaber: das IDHEAP hat nur Automatenkaffee, aber 100m auf der anderen Strassenseite im Géopolis, hat es eine gute Kaffeebar.

– der Umgang mit den Kommilitonen und Kommilitoninnen aus Bern:

Sie sagte, dass der Umgang mit den wenigen MitstudentInnen die hier sind, sei sehr gut, weil man sich schon kennt, und etwas das gleiche Schicksal teilt.

Einige Studierenden zeigen ihre Froheit und Engagement für das IDHEAP

Einige Studierenden zeigen ihre Frohheit und Engagement für das IDHEAP

Sie ist die einzige ihres Jahres von Bern, die jetzt in Lausanne wohnt, also stellte ich ihr einige Fragen über ihre Unterkunft:

Sie erzählte mir, dass sie schon seit dem Frühling 2013 regelmässig die Facebook Seite „PMP Room Market“ (https://www.facebook.com/groups/274660235963797/) gecheckt hat. Im Mai kam eine Annonce von einer Studentin aus Lausanne, die die Vertiefung in Bern machen wollte. Sie suchte jemanden von Bern, die die Vertiefung in Lausanne absolvieren wollte, um das Zimmer zu tauschen. Maria hat auf diese Annonce geantwortet und das Zimmer bekommen (Es lohnt sich genug früh mit der Suche zu beginnen). Sie haben einen sechs monatigen Untervermietervertrag gemacht. Alles hat gut funktioniert, auch weil die zwei Zimmer, bzw. die Wohnungen, von den Bedingungen her sehr ähnlich sind.

– die Stadt:

  • der öffentliche Verkehr (Metro, Bus) hat oft Probleme;
  • man merkt den französischen Einfluss in der Kultur: Lausanne ist kulturmässig sehr vielfältig, es gibt viele Ausstellungen, Konzerte, Veranstaltungen und so weiter;
  • man merkt den Röstigraben; aber in einem positiven Sinn :);
  • es gibt landschaftsmässig alles: See (mit Strand!!), Stadt und Hügel/Berge. Ein Foto von der wunderschönen Natur habe ich von ihr erhalten, und es ist hier für die Freude eurer Augen.
Die Schönheit der Umgebung von Lausanne, aufgenommen während einem der vielen Spaziergänge von Maria

Die Schönheit der Umgebung von Lausanne, aufgenommen während einem der vielen Spaziergänge von Maria

Empfehlungen für zukünftige Studierende?

1. Sie sollen sich gut überlegen, ob sie in Lausanne wohnen wollen oder nicht. Wenn man wirklich die Sprache lernen will, soll man in Lausanne wohnen, am besten in einer WG mit einem/einer französischsprachigen/r MitbewohnerInnen. Man soll sich aber bewusst sein, dass der Freundeskreis nicht mehr so nahe ist.

2. Betreffend der Vertiefungsrichtung: Je mehr man rein gibt, desto mehr profitiert man. Es lohnt sich also schon, es sich gut zu überlegen, wo/was man machen will, auch in Bezug auf die Masterarbeit.

Ich verlasse meine Interviewpartnerin mit einem grossen Danke und mit der Bitte, mir einen Satz zukommen zu lassen, welcher ihre Erfahrung in Lausanne zusammenfassen kännte. Kurz danach bekomme ich ihre E-Mail mit dem folgenden Satz:

Die Überquerung des Röstigrabens ist weniger eine steile Eigernordwand, sondern eher vergleichbar mit der interessanten Hügellandschaft von Lavaux, die einen Blick über den Tellerrand hinaus erlaubt.

Einfach schön. Jeder Kommentar ist überflüssig.

Für weitere Informationen betreffend die Kurse lasse ich euch das folgende Link zukommen: http://www.swipan.ch/swipan.nsf/ca3d88bb1b23d630c12569a7004efd64/ea5ac3cde897c4aec12576ce005624ff?OpenDocument&lng=fr.

Bis nächste Woche: wo ich mir die Vertiefungsrichtung Analyse politique de la gouvernance publique anschauen werde!

Zielort 2 “USI Lugano“ Vertiefungsstudium Management and Public Economics

Text: Eolo Ulrich

Fliegender Reporter zu sein ist spannend und es macht Spass! Nach der Entdeckung des Kommunikationsfachgebietes war ich wieder in Lugano, dieses Mal um mir einen Überblick über die Vertiefung Management and Public Economics zu verschaffen und weitere Hinweise über die USI zu sammeln.

Das Hauptgebäude der USI

Das Hauptgebäude der USI

Meine Interviewpartnerin war Liliane Ackle, eine gewissenhafte Studentin aus der deutschen Schweiz, die ihren Bachelor in Genf abgeschlossen hat, das erste Jahr des PMP Masters in Bern absolviert hat und nun die Entscheidung getroffen hat, das Vertiefungsstudium in einer weiteren linguistischen Region der Schweiz zu machen. Neben dem Studium ist sie aktiv in der Fachschaft tätig, wo sie einen tollen Job macht.

Ich traf Lili in einem Vorlesungsraum des roten Gebäudes, welches sich hinter dem Hauptgebäude befindet. Wie man auf dem Bild sehen kann, sind die Räume geräumig und hell.

Der Vorlesungsräum, wo ich Lili traf

Der Vorlesungsraum, wo ich Lili traf

Meine erste Frage war, weshalb Lili sich für das Vertiefungsstudium an der USI entschieden hat.

Lili hat grossen Wert darauf gelegt, in einer Region zu studieren, wo Italienisch geredet wird. Dank ihres Bachelorstudiums in Genf kennt sie schon die welsche Kultur und wollte daher eine andere Region der Schweiz kennen lernen.

Ich ging weiter mit Fragen über ihre Erfahrungen während des Studiums an der USI und ich bat sie, einen Vergleich mit Bern zu machen.

Sie erklärte, dass:

  • die Kurse in Lugano auf vier Tage verteilt seien, die Woche also etwas kompakter sei;
  • es Fächer in Lugano gäbe, die jeweils nur ein halbes Semester dauern. Sie findet, dass dank dieser Blockstrukturen die Themen besser vertieft werden können;
  • das Fachgebiet Management ganz auf Englisch sei und die Kurse grundsätzlich spannend seien. Es gäbe aber viele Parallelen zu den Vorlesungen im Grundstudium in Bern;
  • das Niveau für gewisse Vorlesungen deutlich tiefer sei;
  • sie in der Arbeitsweise von gewissen Studierenden einen Unterschied sehe im Vergleich zu Deutschschweizer Studenten. Zum Teil werde der Stereotyp bestätigt, dass die Deutschschweizer etwas pingelig seien und eine sehr genaue und gewissenhafte Arbeitsweise hätten.

Wie ich es mit Fabio gemacht hatte, habe ich auch an meine Interviewpartnerin Fragen betreffend des Studienorts gestellt.

Wie ist die Stadt?

Die Stadt ist klein und sympathisch. Anfang Semester muss man unbedingt vom guten Wetter und der warmen Sonne profitieren. Der See und das Lido sind fabelhaft und die Ausflugsmöglichkeiten in die nahe Umgebung aber auch nach Italien sind super!

Abendstimmung am Lago di Lugano (Ceresio)

Abendstimmung am Lago di Lugano (Ceresio)

Wie ist die Uni?

Die Uni, wie die Stadt, ist klein und sympathisch. Es gibt viele Events und Möglichkeiten, wie zum Beispiel Konferenzen und Sprachkurse.

Wie ist der Umgang mit den anderen Kommilitonen und Kommilitoninnen?

Viele Studierende kennt man bereits aus Bern. Das ist natürlich praktisch, weil man nie alleine ist. Aber das kann auch ein Hindernis sein, weil man so weniger Studierende der USI kennenlernt.

Unterkunft?

Ich habe früh mit der Wohnungssuche begonnen. Die Anzeige für meine jetzige Wohnung habe ich auf der Homepage der Universität (www.alloggi.usi.ch) gefunden.

Lili wohnt in einer modern eingerichteten 3er WG, 5 Minuten von der Uni entfernt.

Empfehlungen für zukünftige Studierende?

1. Sie sollen möglichst viele Blockseminare wählen. Diese sind sehr gut und kompakt aufgebaut, in wenigen Tagen wird einem viel Wissen vermittelt. Sie werden häufig von ausländischen Professoren geführt, die einzig für diese Veranstaltungen an die USI kommen und meistens absolute Koryphäen auf den jeweiligen Gebieten sind.

2. Sie sollen von den Sprachkursen Gebrauch machen, die von der USI angeboten werden. Zwei Wochen vor dem Semesterbeginn bietet die USI jeweils Intensiv-Italienisch-Kurse an – eine gute Möglichkeit, sich bereits vor Studiumsbeginn mit der Uni und der Stadt vertraut zu machen. Während des Studiums besteht die Möglichkeit, Abendsprachekurse zu besuchen.

Ganz am Schluss wollte ich wissen, was sie am meisten schätzt an ihrer USI-Experience:

Lili schätzt das Sprachangebot der USI und sie mag die Umgebung: über Mittag oder am Abend geht sie oft an den See oder nimmt an spannenden Veranstaltungen teil.

Ich verlasse meine Interviewpartnerin mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich poste hier ein exklusives Foto.

Kaffee Pause auf der Terrasse der USI

Kaffee Pause auf der Terrasse der USI

Für weitere Informationen bezüglich der Vorlesungen des Vertiefungsstudiums Management and Public Economics empfehle ich folgenden Link: http://www.pmp.usi.ch/en/economia-e-management-pubblico.htm.

Ich wünsche euch allen eine gute Zeit und ich gebe bereits jetzt bekannt, dass mein nächster Beitrag aus Lausanne sein wird, wo ich Maria treffen werde. Ich freue mich und hoffe, ihr freut euch auch. Ciao!

 

Fliegender Reporter

> Befindest DU dich im ersten Jahr des Masters PMP an der Uni Bern? Machst du dir Gedanken über das Vertiefungsstudium? Wenn ja, dann begib dich mit mir auf die Reise zu den verschiedenen Partneruniversitäten und erfahre aus erster Hand, welche Erfahrungen unsere Kollegen und Kolleginnen gemacht haben!

> Befindest DU dich im zweiten Jahr des Masters PMP, du bist in Bern immatrikuliert, absolvierst dein Vertiefungsstudium aber anderswo und du willst wissen, wie es deinen Kommilitonen aus dem ersten Jahr an den anderen Universitäten ergeht? Wenn ja, reise mit mir mit und entdecke durch meine Berichte ihre Erfahrungen!

Die Rubrik „fliegender Reporter“ ist ein Projekt, um Studierenden des Grundstudiums, zu helfen, sich für eine SPAN Partneruniversität zu entscheiden, welche sie im Vertiefungsstudium besuchen werden. Im Rahmen des Möglichen wird auf dieser Homepage jede Woche eine Reportage von einem der drei Campus veröffentlicht, um so ein besseres Bild der Universitäten und den dort angebotenen Fachgebieten vermitteln zu können.

Bisher sind in dieser Serie Beiträge zu den folgenden Vertiefungen erschienen:

Viel Vergnügen!

Eolo Ulrich

Zielort 1 “USI Lugano“ Vertiefungsstudium Public Communication

Text: Eolo Ulrich

Meine Reise als Fliegender Reporter führt mich als erstes nach Lugano, an die Universität der italienischen Schweiz.

Als erstes nehme ich das Vertiefungsstudium mit Spezialisierung Kommunikation unter die Lupe. Um Erklärungen aus erster Hand zu erhalten, habe ich Ende Oktober 2013 Fabio Vonarburg getroffen. Fabio ist ein fleissiger und tüchtiger Student aus dem Kanton Luzern. Nach dem ersten PMP Jahr in Bern hat er sich für die USI entschieden.

Die USI befindet sich in Lugano, zwei Schritte dem See entfernt

Die USI befindet sich in Lugano, zwei Schritte dem See entfernt

Ich traf ihn in der Mensa der Universität. Es handelt sich um einen hellen Raum für Studierende und Professoren, es herrscht eine freundliche Stimmung, über Mittag treffen sich alle, um feine Gerichte zu essen, oder sich bei einem guten Kaffee mit einem frischen cornetto zu unterhalten.

Die erste Frage thematisiert die USI-Experience. Fabio, mit einem strahlenden Blick, sagt mir, dass er sich wohl fühlt. Seine Meinung über die Universität ist entschlossen: Die Uni ist klein aber fein!

Ich ging weiter mit Fragen über die Gründe, die für die Entscheidung des Orts und des Fachgebiets gesprochen haben und ich bat Fabio, mit einen Überblick des Studienplanes zu geben und einen Vergleich mit Bern vorzunehmen.

Mein Interviewpartner hat sich wegen zwei Gründen für Lugano entschieden:

1. Die Spezialisation: Seit langem interessiert er sich für den Bereich Kommunikation. Dieses Fachgebiet war daher die ideale Option für ihn, auch für eine zu erhoffende berufliche Tätigkeit, zum Beispiel im Feld des Journalismus.

2. Die Sprachemöglichkeit: Fabio wollte seine Englischen Sprachkenntnisse vertiefen. Da die Kurse in Lugano vorwiegend auf Englisch sind war das Angebot von Lugano selbstverständlich ideal. Die Vertiefung Kommunikation bietet aber auch zwei Vorlesungen auf Französisch. Dies war am Anfang für Fabio ein bisschen eine besondere Herausforderung, aber aus seiner Erfahrung, so sagte er mir, seien auch diese mit etwas zusätzlichem Zeitaufwand machbar.

Über den Vergleich mit Bern, sagte er, dass:

  • Lugano intensiver betreffend die Stunden pro Woche sei;
  • Lugano weniger intensiv bezüglich des Stoffes sei;
  • Lugano ein etwas gemächlicheres Tempo kenne;
  • Lugano viel kleiner sei: z. T. nur 12 bis 20 Studierende pro Kurs;
  • Der Unterricht in Lugano viel interaktiver sei: In den Vorlesungen werden viele Diskussionen organisiert.

Danach sprach ich mit meinem Interviewpartner über seinen Studienort:

Wie ist die Stadt?

Im Tessin gibt es schönere Städte. Am See ist es aber herrlich, besonders am Abend oder zum Mittag bei schönem Wetter.

Wie ist die Uni?

Sie ist sehr familiär, verfügt über moderne Vorlesungsräume, und (lacht) „ein bisschen holländisch.“ (Die Wände und verschiedene andere Strukturen sind orange.)

Wie ist die Mensa?

Wahnsinnig bombastisch!

Wie ist der Umgang mit den anderen Kommilitonen?

Man kennt schon diejenigen aus Bern und man lernt diejenigen aus Lausanne kennen. Die Stimmung unter den Studierenden ist unglaublich gut. Es macht Spass zu diskutieren und in den Vorlesungen zusammenarbeiten.

Unterkunft?

Ich habe unheimlich viel Zeit gebraucht, um eine Wohnung zu finden (lacht) „Nein, ich hatte Glück: Innerhalb von 48 Stunden, aber ich begann früh mit der Suche.“ Fabio wohnt in einer 3er WG, 3 Minuten entfernt von der Uni. Er fand den Kontakt auf www.wg-zimmer.ch.

Empfehlungen für zukünftige Studierende?

1. Sie sollen sich nicht abschrecken lassen von den Vorlesungen auf Französisch in der Vertiefung Kommunikation.

2. Betreffend die Wahlkurse: Sie sollen sich nicht nur auf das Angebot des Masters PMP konzentrieren. Es gibt andere Master an der USI (zum Beispiel Corporate Communication), die interessante Kurse anbieten und manchmal handelt es sich um Blockveranstaltungen, die nur einige Wochen dauern.

Ich verlasse mein Interviewpartner nach einer gemütlichen Zeit, natürlich aber nicht ohne ein Erinnerungsfoto:

Fabio und ich in der Mensa der USI

Für weitere Informationen bezüglich der Vorlesungen des Vertiefungsstudiums Public Communication, lasse ich euch den folgenden Link zukommen: http://www.pmp.usi.ch/en/comunicazione-pubblica.htm.

Ich hoffe, dass die erste Etappe der Reise mit den wertvollen Tipps von Fabio euch einen Ãœberblick über das Fachgebiet Kommunikation an der USI gegeben hat.

Die Reise geht nächste Woche weiter. Zielort wird wiederum Lugano sein, aber das Vertiefungsstudium wird Management and Public Economics sein. Bis dann!

Fachschaftsversammlung vom 10. Oktober 2013

Am 10. Oktober fand die diesjährige Fachschaftsversammlung statt. Neben der Festlegung des Jahresprogrammes wurde zudem der neue Vorstand gewählt. Es freut uns, dass einige neue Mitglieder dazugekommen sind. Wir begrüssen an dieser Stelle herzlich:

Astrid Kotlinski, Martina Cadalbert (hintere Reihe von links nach rechts), Diana Glauser, Brigitta Imeli und Marija Stosic (vordere Reihe von links nach rechts). Sie engagieren sich in den Ressorts Finanzen und Events.

Ebenfalls neu in der Fachschaft, leider nicht im Bild, ist Eolo Ulrich. Er wird die Fachschaft als „Fliegender Reporter“ unterstützen. Eolo, ursprünglich aus dem Tessin, absolviert sein Vertiefungsstudium an allen drei SPAN Universitäten: Universität Bern, Université de Lausanne und Università della Svizzera Italiana und ist somit die ideale Ansprechperson bei Fragen zu unseren Partneruniversitäten. Er wird auf der Homepage über seine Erfahrungen berichten.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und die Aktivitäten des neuen akademischen Jahres.

PMP-Studierende und Alumni treffen sich zum Erfahrungsaustausch

Bereits befinden wir uns schon wieder mitten im Frühlingssemester und die jüngsten PMP-Einsteiger sind so jung auch nicht mehr. Ab Sommer werden viele von uns getrennte Wege gehen, um ihr Vertiefungsstudium entweder an der Università della Svizzera Italiana, an der Université de Lausanne oder am IDHEAP zu absolvieren. Das Auseinandersetzen mit der Zeit und Mölichkeiten nach dem Master hat für viele begonnen. Aus diesem Grund entschloss sich die Event-Delegation der Fachschaft, bestehend aus Auréia Buchs und Maria De Bon, für die Organisation eines Treffens aktueller Studierender mit ehemaligen PMPlern. Der Abend stand unter dem Motto „Experience Exchange“ und beinhaltete Referate von Absolventen und Absolventinnen über ihren Werdegang und ihre Erfahrungen bei der Stellensuche. Das Programm sollte aber vor allem auch Gelegenheit für Fragen und ungezwungenes Networking bieten.

Eva Thomann erzählt vom Doktorieren

Als erste Referentin durften wir Eva Thomann, Doktorandin und Lehrassistentin am KPM, begrüssen. Einerseits informierte sie uns über Ablauf und die verschiedenen Arten eines Doktorats (monographisch vs. kumulatives Doktorieren), erzählte in einem zweiten Teil dann aber auch von ihren ganz persönlichen Erfahrungen und den Vor- und Nachteilen, die ein Doktorat mit sich bringen.

Ihr Beitrag zum akademischen Werdegang war nicht nur wertvoll für alle diejenigen, die bereits an ein Doktorat nach dem Master gedacht hatten, sondern mag auch das Interesse derjenigen geweckt haben, die sich bis anhin noch gar nie mit dieser Option auseinander gesetzt hatten.

Zweiter Referent war Christian Kalbassi; er gehörte zum ersten Jahrgang des PMP-Studiums. Christian staunte zuerst einmal über die grosse Anzahl der Studierenden und die offensichtlich beachtlichen Entwicklungen, die dieser junge Master seit seiner Gründung durchlaufen hat.

Christian Kalbassi über Risikomanagement

Christian schrieb seine Masterarbeit über den Entscheidungsprozess des Bundesrats. Er erzählte, wie die Kontakte, die er während des Studiums und der Arbeit nebenbei sammeln konnte, ihn immer wieder an neue Projekte heranbrachten. Zur Zeit arbeitet er an seiner Doktorarbeit zum Thema Krisenmanagement und hat zusätzlich Aufgaben bei der Stadt Zürich und der ZHAW in Winterthur.

Die zwei letzten Referentinnen repräsentierten die Generation PMPler, die ihren Abschluss erst vor kurzem machten.

Tania Tribelhorn schloss im letzten Jahr ab und arbeitet nun beim Bau- und Verkehrsdepartment des Kantons Baselstadt. In ihrer praktisch orientierten Masterarbeit befasste sie sich mit Fragen der Wirtschaftsförderung des Kantons Baselland.

Tania Tribelhorn steht Rede und Antwort

Sie erzählte den Anwesenden von ihren Erfahrungen bei der Stellensuche und unterstrich, dass der Studiengang PMP zwar wenig bekannt sei, viele Arbeitgeber aber interessiert darauf reagieren, da die Absolventen ein breites, interdisziplinäres Wissen mitbringen. Tania griff somit auf, was auch ihre Vorredner bereits betont hatten: Das Wichtigste im Bewerbungsprozess sei, sich gut zu präsentieren und den Studiengang und die daraus resultierenden Stärken der Bewerber hervorzuheben.

Für all diejenigen, die eine Masterarbeit in Verbindung mit einem Praktikum anstreben, war Anna Meisters abschliessender Beitrag äusserst aufschlussreich. Sie absolvierte ein Praktikum beim Sozialamt der Stadt Bern und schrieb parallel dazu ihre Masterarbeit in Zusammenhang mit einem Pilotprojekt des Amtes.

Anna Meister erzählt von ihrem Praktikum

Anna betonte, dass wer eine Masterarbeit kombiniert mit Praktikum im Visier hat, damit rechnen muss, dass sich der Prozess dadurch etwas verlängere und teils auch verkompliziere; sie betonte aber auch, dass sich dies in ihrem Fall sicher gelohnt habe, da sie an einem Projekt gearbeitet habe, für das in der Praxis ein Nutzen bestehe.

 

Nach den spannenden Beiträgen der ReferentInnen, die jeweils viele Fragen von Seiten des Publikums aufwarfen, ging man zum zweiten Teil des Abends über. Bei Wein und üppigen Häppchen ergab sich die Gelegenheit, mit den ReferentInnen persönlich ins Gespräch zu kommen, wie auch die anderen TeilnehmerInnen, Studierende des ersten und zweiten Studienjahrs “ein Mix aus Deutschschweizern, Tessinern und Welschen“ sowie Alumni näher kennen zu lernen.

Text: Liliane Ackle, Fotos: André Gsell

Erfahrungsaustausch unter Studierenden

Zeit für Fragen

PMP-Sweets

Die neue Fachschaft in Bildern

Nachdem wir vor einigen Wochen bereits über die neuen Gesichter in der Fachschaft berichtet haben, finden sich hier nun auch noch die versprochenen Bilder und Informationen zu den neuen Mitgliedern. Die Auflistung der Bachelorstudiengänge, welche die einzelnen Mitglieder vor dem Master PMP absolviert haben, zeigt auf, dass sich der Studiengang aus Studenten mit  verschiedensten Vorbildungen zusammensetzt, was unser aller Studienalltag bereichert.