Unterfangen MASTERARBEIT

Das Semester des fliegenden Reporters ist vorbei und die ausgeschwärmten PMP-ler sind grösstenteils wieder zurück in der Deutschschweiz.

Letztes Semester haben wir euch aufgezeigt, welche Vertiefungen an welchen Partneruniversitäten möglich sind und hoffen, einen spannenden Überblick gegeben zu haben.

Es bleibt die Frage, was all die Studenten des zweiten Jahres PMPs denn dieses Semester so treiben. Nun ja, da wäre ja noch die Masterarbeit. Ein Thema, das natürlich interessiert und vielleicht einigen noch (oder schon) etwas Magenschmerzen bereitet. Der folgende kurze Bericht soll helfen, etwas Licht auch in dieses Dunkel zu bringen.

masterarbeitErstmals gilt es zu entscheiden, an welcher Uni, die Masterarbeit geschrieben wird. Diese kann nämlich an der Universität des ersten Jahres, in unserem Falle Bern, wie aber auch an der Universität des Vertiefungsstudiums geschrieben werden. Rein vom Interessen her dürfte es sein, dass Professoren aus dem Vertiefungsstudium eher in Frage kommen.

Zu beachten ist zudem, dass jeweils das Reglement der Universität gilt, an der die Masterarbeit geschrieben wird, unabhängig davon, wo man immatrikuliert ist. Dies ist nicht irrelevant, so gelten zwischen Bern und Lugano beispielsweise unterschiedliche Anforderungen bezüglich des Umfangs und Abgabefristen.

Betreuender Professor muss nicht zwingend ein Hauptprofessor aus dem Studiengang PMP sein, je nach gewähltem Thema macht es durchaus Sinn, jemanden aus einem anderen Fachgebiet als Betreuer zu wählen.

Bezüglich der Themenwahl ist man sehr frei. Natürlich eigenen sich Themen die öffentliche Verwaltung betreffend. Aber auch Untersuchungen am Schnittpunkt Bund/Wirtschaft bieten spannende Forschungsfragen.

Auch die Sprache kann selbst gewählt werden, wer also noch Fremdsprachenpunkte braucht, wie wäre es mit einer Masterarbeit auf Französisch? Klingt vielleicht etwas ambitiös, aber besonders für diejenigen, die über ein Thema schreiben, dass auch international interessiert, lohnt sich eventuell die Überlegung, die Arbeit auf Englisch zu verfassen. Denn es gilt nicht zu vergessen: die Masterarbeit dient uns Studenten sozusagen als Visitenkarte auch für spätere Tätigkeiten.

Und nicht zuletzt gibt es natürlich noch die Möglichkeit, die Masterarbeit im Rahmen eines Praktikums zu verfassen. Dauern sollte dieses mindestens 12 Wochen bei einem Beschäftigungsgrad von 100% und es sollte an einem Ort der öffentlichen Verwaltung erfolgen. Aber auch Praktika bei NGOs oder verwaltungsnahen Organisationen werden in der Regel akzeptiert. Im Zweifelsfall einfach kurz beim Sekretariat nachfragen. Im Falle eines Praktikums verringert sich der Umfang der Masterarbeit. Genaue Bedingungen werden direkt mit dem betreuenden Professor ausgehandelt.

Alles schön und gut, die Theorie haben wir verstanden. Wie geht man denn aber konkret vor bei Themen- bzw. Professorenauswahl und wann sollte man sich idealerweise damit zu beschäftigen beginnen? Wie bereits erwähnt, bezüglich Themenwahl ist man sehr frei. Insofern ist es schwierig, hierzu Tipps zu geben. Lasst euch von spannenden Vorlesungen inspirieren oder durchstöbert die Zeitungen, wenn ihr aktuelle Entwicklungen analysieren möchtet. Sinnvoll ist es, sich schon im Herbstsemester Gedanken zu Thema und Professor zu machen und den Professor/die Professorin bereits vor Weihnachten zu kontaktieren. Je nach Professor und Uni hat er/sie ein beschränktes Kontingent und betreut nur eine gewisse Anzahl von Studenten. Je früher man dran ist, desto grösser die Chance, beim Wunschprofessor schreiben zu können. Die erste Kontaktaufnahme ist grundsätzlich noch ganz informell und unverbindlich, stellt aber eine erste wichtige Hürde dar. Ganz nach dem Motto „Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt“.

Für detailliertere Informationen und entsprechende Dokumente empfehlen wir euch diesen Link.

Allerseits frohes Ideensammeln und gutes Schreiben!